Die Geschichte unserer Kirche

Die Kirche St. Pankratius zu Gütersloh, vom königlichen Diözesanarchitekten Baurat Güldenpfennig im neuromanischen Stil entworfen, wurde in den Jahren 1889 - 1890 erbaut.

Die Konsekration erfolgte am 16. Oktober 1890 durch den Paderborner Weihbischof Dr. Augustinus Gockel.

Mit dieser Kirche hatte die Gemeinde wieder ein eigenes Gotteshaus, musste sie sich doch über fast zweieinhalb Jahrhunderte die alte Pankratiuskirche im Simultanverhältnis mit den evangelischen Christen teilen (heutige Apostelkirche).   In der Folgezeit erhielt das Innere der Kirche eine bis in das Gewölbe reichende Ausmalung, in deren Mittelpunkt über dem Altar die hl. Dreifaltigkeit und die Darstellung des hl. Pankratius stand. (Foto)

Bei einem Luftangriff im Frühjahr 1945 streifte eine Bombe die Außenseite der Chorwand, riss dabei ein Loch in das Mauerwerk und zerstörte einen Teil des Hochaltares.

Nach der Wiederherstellung im Jahre 1947 hatte sich das Aussehen der Kirche im Chorraum durch die Entfernung der gesamten Ausmalung und der Aufstellung eines schlichten Marmoraltares grundlegend geändert. Die Zurücknahme aller weiteren Erscheinungsformen, wie sie dem Ursprung der Kirche zu eigen waren, erfolgte dann in den Renovierungen der sechziger und siebziger Jahre, die im Wesentlichen dann aber auch liturgischen Einflüssen unterlagen. Der Innenraum wurde bestimmt durch sachlich klare und strenge Ausdrucksformen, die die Gesamtarchitektur der Kirche stark zur Geltung brachten. Zur letzten Renovierung, sie galt dem 100jährigen Bestehen der St. Pankratius Kirche, wurden schwerpunktmäßig Pfeiler, Fensternischen und Teile der Gewölbe im Einklang mit Wandfriesen in die Ausmalung der früheren Jahre der Kirche zurückversetzt. Die hintere Chorwand erhielt im unteren Bereich eine dezent auf alle Farben abgestimmte Motivbemalung.

Dennoch hat die Kirche ihren persönlichen Charakter immer beibehalten, was nicht zuletzt auf ihre klar gegliederte romanische Bauweise zurückführt.