Aus bisherigen Pfarreien St. Bruder Konrad Spexard, St. Friedrich Friedrichsdorf und Herz Jesu Avenwedde mit St. Marien Avenwedde-Bahnhof ist ab 1. Januar 2017 offiziell die Pfarrei Heilig Kreuz errichtet worden.

Der fast achtjährige Weg dorthin hat "uns teilweise vor starke Herausforderungen gestellt", sagte Pfarrer Elmar Quante im Eröffnungs-Festgottesdienst in Herz Jesu am Sonntag, 15. Januar. "Diesen Raum gilt es nun durch uns mit Leben zu füllen."

 

Eine lange Reihe von Fahnenabordnungen kirchlicher und sich in der Kirche verbunden fühlender Vereine aus Spexard, Avenwedde und Friedrichsdorf hatte Quante, Vikar Markus Henke, Krankenhauspfarrer Rüdiger Helldörfer und Pfarrer im Ruhestand Christoph Eppelt sowie die zum Pastoralteam gehörenden vier Gemeindereferentinnen in die  Kirche geleitet. Pater George Dasan konnte wegen eines Aufenthalts in seiner indischen Heimat nicht dabei sein.

 

Mit der neuen "Heilig Kreuz" - 11.834 Mitglieder zählenden Pfarrei stellte Quante eine ideale Gemeinde vor, wie sie in der Apostelgeschichte beschrieben wird. Offenbar seien die Gruppen der ersten Christen, eine kleine interessante Gemeinschaft gewesen, "eine Gemeinde, die wohl überzeugte." Er stellt dem die reiche Kirche Paderborns gegenüber und fragte, ob heute nicht oft mehr verwaltet als die frohe Botschaft verkündet werde. "Das gelebte Glaubenszeugnis sollte unser Reichtum sein", ermunterte Pfarrer Quante wahrzunehmen, was es, ob bei engagierten oder kritischen Mitchristen, an Glaubensleben in den nun vereinigten Gemeinden gebe.

 

Anschließend dankte der Pfarrer den Kirchenvorständen, die beim Prozess zum Pastoralen Raum Kompromissbereitschaft gezeigt hätten.

Johannes Hollenhorst, geschäftsführender Vorsitzender des Gesamtpfarrgemeinderates, riet dazu, nach dem Vereinigungsweg, der machmal "holprig" gewesen sei, nach vorn zu schauen, dann werde der neuen Pfarrei noch viel Zukunft beschieden sein. "Gemeinde heißt auch Gemeinschaft", damit lud sein Kollege Klaus Gierecker zu einem Empfang in das Jugendhaus Don Bosco ein, dem annährend 150 Gottesdienstbesucher gefolgt sind.

 

Auszug aus der Neuen Westfälischen v. 17.1./Bericht von Rolf Birkholz