Ökumenisches Gedenken an den Weltkriegsbeginn

Ökumenisches Gedenken an den Weltkriegsbeginn

Zu einer Gedenkfeier auf den Überfall auf Polen vor 80 Jahren - dem Beginn des Zweiten Weltkrieges - hatten die evangelische und katholische Innenstadtgemeinden in den frühen Morgenstunden eingeladen.  

Am 1. September 2019, um 5.45 Uhr, versammelten sich in der Martin-Luther-Kirche ca. 70 Gottesdienstteilnehmer, um des deutschen Angriffs auf die Stadt Wielun und auf die Westerplatte bei Danzig in Polen zu gedenken. Der Zeitpunkt wurde gewählt, weil Adolf Hitler am 1. September 1939 die Aussage im Reichstag in Berlin formulierte:

„Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen.“

Der von Pastor Prof. Dr. Wischnath vorbereitete Gottesdienst vereinigte Bibeltexte und Texte von Zeitzeugen und beinhaltete ein Schuldbekenntnis. Gedanklich waren die Teilnehmer mit der Delegation der Stadt Gütersloh in Graudenz verbunden, wo schon um 4.45 Uhr - der Uhrzeit, an der bereits das Feuer 1939 eröffnet worden war - eine Gedenkfeier stattfand.Nach dem Gottesdienst gingen fast alle Teilnehmer zu den Ehrengräbern auf dem Alten Stadtfriedhof und legten Sonnenblumen auf die Soldatengräber.

Dazu begleitete sie der Text „Wenn jeder ein Blume pflanzte“ von Peter Härtling.