Mutmacher

Liebe Besucher unserer Homepage,

mal wieder sind wir aufgefordert, in den nächsten Wochen unsere persönlichen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, um die steigenden Infektionszahlen zu unterbrechen. Das heißt für viele, allein zu Hause zu sein, ohne einenGesprächspartner. Das auszuhalten kostet Kraft. Bringen wir diese Kraft auf in dem Wissen, dass wir uns damit selbst und andere schützen. 

Mitglieder des Pastoralteams, so ist es momentan geplant, möchten zweimal in der Woche einen positiven Gedanken, einen Mut machenden Tex, ein Bild oder ein kurzes Video im MUTMACHER veröffentlichen, um Ihnen in der dunklen Jahreszeit positive Gedanken zu eröffnen. Wir alle stehen vor der Herausforderung, die kommenden Wochen positiv zu meistern. 

Hoffen wir darauf, dass Gott uns dazu seine Kraft und seinen Segen schenkt!

Ihr Pfarrer
Elmar Quante

 


Mutmacher vom 23.11.2020: 

Königswürde

Jesus Christus ist König. Ein König zeichnet sich dadurch aus, dass er selber herrscht und nicht beherrscht wird. Ein König ist souverän und hat eine innere Freiheit.

In der Taufe hast Du Anteil erhalten am Königtum Jesu. Du bist eine Königin oder ein König – souverän und frei.

Wer Hungernden zu essen gibt, wer Obdachlose aufnimmt, wer Kranke oder Gefangene besucht und Nackte Kleidung gibt, hat gewiss viel Gutes getan. Vor allem wird die Würde des Menschen anerkannt und auch das, zeichnet eine Königin oder einen König aus.

Wer im Geringen nur den Verlierer, im Kleinen nur den Schwachen, im Kranken nur Belastung sieht, befindet sich im höllischen Kampf mit sich selbst.
Wer die Würde des Geringen, des Kleinen oder des Kranken achtet, 
findet zum Leben.

Sei eine Königin oder ein König und lebe in Würde!

 

Gebet:

Komm', o komm', Königtum des Unmöglichen 
Deine Königsmacht komme! 
Komm und lass uns dort eintreten, wo all das, 
was uns als etwas Unmögliches erscheint, zur Möglichkeit wird. 
Lass uns dort eintreten, wo die Möglichkeiten, welche Du uns eröffnest, 
- nachdem wir bereits unsere eigenen völlig aus­geschöpft haben -, 
erst das Mögliche schaffen, damit wir - trotz allem – ausharren
und Dir in unserer so un­möglichen Welt treu bleiben mögen!

aus: Tomás Halík, Nachtgedanken eines Beichtvaters, S. 57

Pastor Dirk Salzmann

 


Mutmacher vom 20.11.2020: 

Auf in die Zukunft!

Die Zukunft hat viele Namen:
Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare, 
für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte, 
für die Tapferen ist sie die Chance. 

aus frau und mutter Nr. 09 I 20 Zeitschrift der kfd

 


Mutmacher vom 16.11.2020: 

„Der Herr nimmt viel lieber den guten Willen eines aufrichtigen Herzens als große Taten ohne lautere Absicht.“  
Hl. Gertrud von Helfta

Seit ihrem fünften Lebensjahr lebte Gertrud im Zisterzienserinnenkloster Helfta, wo sie von der Äbtissin Gertrud von Hackeborn (1231 – 1291) eine gute theologische Ausbildung erhielt.
Seit 1281 vertiefte sich ihre Christusverbundenheit durch mystische Erlebnisse, die sie später aufschrieb. Die Schriften enthalten Gedanken über das Geheimnis der Eucharistie und des Herzens Jesu. Ihre Liebe zu Christus fand eine Entsprechung in ihrer Liebe zu den Mitmenschen, denen sie eine geduldige Zuhörerin, Ratgeberin und Trösterin war. 

Aus: Magnificat, Das Stundenbuch, November 2020, S. 191

 


Mutmacher vom 13.11.2020: 

Menschen, die scheinbar das ganze Wissen ihrer Zeit in sich vereinen, sind manchmal etwas furchteinflößend. Worüber soll man mit einem solchen Menschen sprechen? Jedes Thema beherrscht der andere besser und tiefgründiger. Der hat ja schon alles durchdacht.
So ein Mensch war Albert der Große. Ein Universalgenie des 13. Jahrh., Lehrer des Thomas von Aquin, Professor, Bischof, Konzilsteilnehmer und einiges mehr. Gewiss ein Mensch der seinen Zeitgenossen etwas unheimlich war und alles andere als ein volkstümlicher Heiliger. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Aber auch solche Menschen braucht die Welt. Menschen die sich durch ihr unabhängiges Denke in den Wirrnissen der Zeit nicht verführen lassen.
Bei all seinem Wissen ist Albertus immer ein gläubiger Christ geblieben. Vernunft und Glauben waren für ihn keine Gegensätze, sondern bedingten einander. Das Ziel des Menschen war für ihn Gott und nicht die Welt. Als Christen sind wir nicht nur in dieser Welt sondern immer schon ein kleines bisschen jenseitig. Das gibt eine große Gelassenheit, die Sorgen in dieser Welt einzuordnen.
Gott ist das Ziel!

Am 15. November ist der Gedenktag Hl. Albert der Grosse

Ihr Vikar Markus Henke

 


Mutmacher vom 10.11.2020: 

Mitternacht.

Mitternacht.
Die Ersten stehen, sitzen liegen schon seit Stunden.
Neue kommen hinzu, mit Decken, Thermoskannen
und Taschenlampen.
Mitternacht.
Und der Schalter öffnet erst um neun Uhr, dann,
wenn die Stadt schon längst erwacht ist.
Sie ist todmüde. Doch die Eintrittskarten für das 
Ereignis sind es ihr wert zu warten – eine ganze Nacht.
Er reicht ihr eine Tasse heißen Tee, –  einer aus der Schlange.
Wie gut der Tee tut.
Wie gut jetzt ein bisschen Schlaf tut.
Als sie erwacht ist es heller Morgen.
Die Schlange hat sich aufgelöst. Aus und vorbei, denkt sie.
Und sie friert.
Doch auf einmal steht er da und sagt:
Ich habe Ihnen zwei Karten zurücklegen lassen.
Zwei Karten – ihr Herz jubelt.

Ich denke – ich hoffe – ich vertraue:
dass Gott ähnlich handelt, wenn ich zu spät kommen sollte.

Vielleicht hilft diese Geschichte in der einen oder anderen Situation!
Das wünscht Ihnen

Rüdiger Helldörfer
-Krankenhauspfarrer

 


Mutmacher vom 06.11.2020: 

Das Heute ist dein Leben


Weißt du, daß das Heute dein Leben ist?
Wenn du das Heute verachtest,
dann verachtest du auch dein Leben.
Lege jeden Augenblick auf die Waagschale,
um herauszufinden, wie kostbar er ist.

Jetzt, in diesem Moment, wirst du geboren,
bekommst du Dasein geschenkt,
wird dir Lebensatem eingeblasen,
jetzt gehen deine Augen auf,
damit sich die ganze Welt dir öffnet,
jetzt wirst du angerufen,
damit du deinen Namen erfährst.

Das Gestern mag wichtig gewesen sein,
klammere dich nicht daran.
Das Vergangene läßt sich nicht mehr
vergegenwärtigen.
Das Morgen mag Großes bringen,
verlaß dich nicht blindlings darauf.
Jetzt ist die Zeit, auf die es ankommt,
horch gut auf das, was sich jetzt begibt:
es ist dein Leben!

(Aus: Otto Betz, Vom Umgang mit der Zeit. Ein Gradmesser unserer Zeit. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2004)